Haptic Thinking · Haptik-Beratung & Spezifikation

Haptik, die sich richtig anfühlt – und in Serie hält.

Unabhängige Haptik-Beratung und aktive Mitwirkung im Projekt – für OEMs, Zulieferer aller Tiers und Technologieanbieter. Wir machen aus „fühlt sich richtig an“ eine Anforderung, die Lieferanten erfüllen und der Einkauf unterschreiben kann.

Gründer mit über 22 Jahren Haptik-Erfahrung, davon fast 18 auf OEM-Seite · vertraulich, NDA auf Wunsch

Die Herausforderung

Warum gute Haptik in der Serie scheitert.

Der Markt sucht noch den richtigen Weg zu aktiver Haptik. Schnelle, unzureichende Lösungen haben ihn verunsichert – schlechte Qualität verdirbt die Nachfrage. Unter Kostendruck sucht jeder die sichere Wette.

01

Ohne klare Anforderungen optimiert jede Seite für ihr eigenes Risiko – nicht für Ihr Produkt.

02

Haptik wird subjektiv diskutiert, statt objektiv spezifiziert.

03

Überzogene Spezifikationen treiben Kosten, ohne fühlbare Qualität zu schaffen.

04

Ineffiziente Konzepte treiben Komplexität, Kosten und Ausfallrisiko.

05

Gute Haptik hängt an Einzelpersonen – nicht an einem belastbaren System.

Unser Ansatz

Wir kennen die Seite, die Nein sagt.

Jede Lösung wird mit OEM-Brille und Kostenbrille zugleich bewertet – auf wissenschaftlicher Basis. Lieber kein Projekt als eine schlechte Lösung.

01 Die OEM-Sicht

Sie erfahren, was abgenommen wird – und warum Dinge scheitern.

Erfahrung von der Herstellerseite, nicht aus der Lieferkette.

02 Objektivierung & Spezifikation

Wahrnehmung wird messbar – mit Zielwerten, Toleranzen und Abnahmekriterien, die ein Lieferant erfüllen muss.

Passive Haptik: effektive und effiziente Auslegung und Anpassung durch intuitive Methoden – etwa für das Design von Drehstellern.

Wirksame statische Kennlinien – präzise spezifiziert, mit wirksamen Toleranzen · IDM – Interaktionsbasierte Dynamische Messung

03 Technologie in Serie

Technologie und Design so auswählen, dass sie beim OEM bestehen – gemeinsam mit Ihnen erarbeitet. Auf Wunsch begleiten wir konkret Absicherung und Serieneinführung, für passive wie aktive Haptik.

From Science to Series.

Unabhängig: keine Provisionen von Lieferanten und keine Beteiligungen an Unternehmen, die wir bewerten oder auswählen. Mögliche Interessenkonflikte legen wir vor Projektbeginn offen.

Vorgehen

Ihr Weg zu Haptik, die hält.

Für OEMs

  1. 1

    Spezifizieren

    Wahrnehmungsbasierte Zielwerte und Toleranzen – Relevantes von Irrelevantem getrennt.

  2. 2

    Messen

    Statische Kennlinien prüfen und dynamisch mit IDM absichern – reproduzierbar statt Bauchgefühl.

  3. 3

    Durchsetzen

    Klare Abnahmekriterien für Lieferanten und Einkauf.

Wirksame Kennlinien mit wirksamer Spezifikation und wirksamen Toleranzen fordern Zulieferer zunächst stärker – aus OEM-Sicht sind sie unverzichtbar. Am Ende erleichtern sie allen die Arbeit: Sie nehmen Druck von den falschen Stellen und lenken ihn dorthin, wo er fühlbare Qualität schafft.

Für Zulieferer (Tier 1, Tier 2 …) & Technologieanbieter

  1. 1

    Lohnt es sich?

    Was der Markt will, braucht und zu zahlen bereit ist.

  2. 2

    System & Roadmap

    Konzept, Kosten und Details – bevor Hardware entsteht.

  3. 3

    Prototypen

    Gesamtsystem testen, Demo-Boxen bauen, die Kunden überzeugen.

  4. 4

    Beim Kunden

    Eine Toolbox, mit der Kunden ihre Projekte selbst umsetzen.

So beginnt es

  1. Sie rufen an oder schildern Ihre Ausgangslage per E-Mail.
  2. Wir verstehen Problem und Herausforderung – und bewerten ehrlich die grundsätzliche Machbarkeit und ob wir die Richtigen dafür sind.
  3. Gemeinsam definieren wir den genauen Umfang – von der Beratung bis zur aktiven Mitwirkung im Projekt.

Vertraulich · Standard-NDA auf Wunsch · persönliche Rückmeldung

Leistungen

Fünf Leistungen für Ihre Haptik.

Als Beratung oder mit aktiver Mitwirkung im Projekt: wahrnehmungsbasiert, gegenüber der Lieferkette durchsetzbar – und ausgerichtet an der Qualität, die Ihre Kunden erleben.

01

Haptik-Expertise auf OEM-Seite

Unabhängige Haptik-Expertise gegenüber Ihrer Lieferkette.

  • unabhängige Bewertung im OEM-Interesse
  • wirksame Lieferantensteuerung
  • Kosten- und Risikoreduktion
  • belastbare Abnahmekriterien
02

Spezifikation, Messtechnik & Simulation

Aus Bauchgefühl wird belastbare Spezifikation.

  • messbare Zielwerte & Toleranzbänder
  • nach Relevanz gewichtet, übertragbar
  • Spezifikation in Stunden statt Tagen parametrierbar
  • vibrotaktil & mechanisch
03

Aktive Haptik, Systemauslegung & Kosten

Technologiekenntnis, die Kosten senkt.

  • alle Aktortechnologien im Blick
  • physikalisch fundierte Auslegung
  • Aktor- & Komplexitätsreduktion
  • Latenz- und Architekturkonzept von der UI bis zum Aktor
  • Effektdesign, abgestimmt mit Bild und Ton
04

Konzept-Sparring & Bewertung

Ehrliche Bewertung, bevor es teuer wird.

  • ehrliches Stärken-/Schwächen-Feedback
  • kostenoptimale Systemkonzepte
  • Vermeidung typischer Fallstricke
  • Compliance früh berücksichtigt
05

Weiterbildung & Netzwerk

Kompetenz, die im Team bleibt.

  • höheres Entscheidungsniveau
  • gemeinsame Sprache aller Disziplinen
  • Produkt- & Marktbewertung für Lieferanten
  • Zugang zu etabliertem Netzwerk

Ihr Ergebnis

Was Sie erwarten können: vom Bauchgefühl zur belastbaren Haptik.

Ohne System

  • Späte Musterschleifen und Werkzeugänderungen
  • Nacharbeit und Terminverzug bis zum Serienstart
  • Geschmacksdiskussionen statt Abnahme nach Kriterien
  • Mehr Hardware als nötig – höhere Stückkosten

Mit System

  • Messbare Zielwerte und Toleranzen
  • Abnahmekriterien, die durchsetzbar sind
  • Schlanke Hardware bei gleicher oder besserer Haptik
  • Kompetenz, die im Team bleibt

Schildern Sie Ihre Ausgangslage – wir bewerten ehrlich, ob und wie wir helfen können.

ausgangslage schildern

Erfahrung

Bewiesen in der Serie – Erfahrung, die in Ihr Projekt einfließt.

Die folgenden Fälle stammen aus der Serienentwicklung auf OEM-Seite vor Gründung der reisinger engineering GmbH – verantwortet oder maßgeblich mitgestaltet von ihrem Gründer (siehe Über uns).

Aktives Touchpad

Seit über zehn Jahren in Serie – mehrere Generationen

Unterschiedliche Größen, Geometrien, Aktoren und Lieferanten – mit einem durchgängigen Konzept.

  • Gen 1
  • Gen 2
  • Gen 3
  • Gen 4

Aktives Zentraldisplay

Übertragen auf großflächige Displays – in Serie, weiterentwickelt

Prozess und System wurden weiterentwickelt; das Know-how floss zurück in die Touchpads.

  • Gen 1
  • Gen 2

Aktive Bedienelemente

Geschlossene Oberflächen, aufwendige Geometrien – erste Generation in Serie

Aktives Feedback auch dort, wo keine Fuge und kein Hub sichtbar sein sollen.

  • Gen 1

Reibungsbasierte Haptik

Ultraschall – Entwicklung maßgeblich vorangetrieben

Inklusive technischer Compliance (Ultraschall-Akustik) und Messtechnik.

Touchpad und Display belegen: Ein Konzept und ein Prozess funktionieren mit unterschiedlichen Größen, Geometrien, Oberflächenaufbauten und Aktoren.

Hochwertige Display-Haptik mit wenigen Aktoren
Ausgangslage
Große, gekrümmte Displays sollten hochwertige aktive Haptik erhalten – zu wirtschaftlichen Kosten.
Hindernis
Klassische Konzepte bewegen die gesamte Oberfläche lateral (Shaker-Prinzip). Das ist aufwendig und stößt bei großen, dünnen Gläsern an Grenzen.
Lösung
Physikalisch fundierte Systemauslegung statt Shaker-Prinzip: Das Feedback entsteht gezielt, die Oberfläche selbst bleibt nahezu unbewegt.
Ergebnis
Wirtschaftliche Ausführung mit hochwertiger Haptik und wenigen Aktoren – auch für große, gekrümmte Displays mit dünnem Deckglas. In Serie umgesetzt.
Klare Kennlinien entlasten alle
Ausgangslage
Schaltelemente verschiedener Zulieferer sollten denselben Qualitätsstandard erfüllen.
Hindernis
Unzureichend spezifizierte statische Kennlinien und unwirksame Toleranzen erzeugen Druck an den falschen Stellen – Diskussionen statt Abnahme.
Lösung
Präzise, wahrnehmungsbasierte Spezifikation der Kennlinien mit wirksamen Toleranzen; gezielte Anpassungen gemeinsam mit den Zulieferern.
Ergebnis
Weitere Zulieferer erfüllen den Standard nachweisbar – das schafft Wettbewerb im Einkauf, ohne Abstriche bei der fühlbaren Qualität. Klare Kriterien nehmen Druck aus dem Produkt – und erleichtern allen Beteiligten die Arbeit.
weitere Praxisfälle anzeigen
Eine Spezifikation, die bleibt
Ausgangslage
OEM, der Haptikqualität über Baureihen und Lieferantenwechsel stabil und übertragbar halten will.
Hindernis
Qualität steckt im Erfahrungswissen Einzelner; Relevantes und Irrelevantes landen im selben Topf, Überspezifikation kostet, ohne zu wirken.
Lösung
Ein robustes Spezifikationskonstrukt – vollständig, eindeutig definiert und nach Relevanz gewichtet. Entscheidend ist die dynamische Prüfung (IDM) inkl. Checksummenprüfung: weicht sie ab, ist die Abweichung auch wahrnehmbar, nicht nur technisch.
Ergebnis
Nach dem Setup in Stunden statt Tagen parametrierbar; über viele Jahre baureihenübergreifend eingesetzt – über Lieferantenwechsel und Geometrieänderungen hinweg. Output: belastbarer Lastenheft-Beitrag, erfasst aus Bestandskomponenten oder neu generiert.
Messen im echten Arbeitspunkt
Ausgangslage
Entwicklungsteam, das Haptik objektiv bewerten will – ohne endlose Probandenstudien.
Hindernis
Statische Kennlinien beschreiben ein „verstimmtes System“, weil die menschliche Fingerimpedanz fehlt.
Lösung
IDM erfasst die Schwingungen im realen Interaktions-Arbeitspunkt mit normierter Fingerimpedanz.
Ergebnis
Objektive, wahrnehmungsnahe Bewertung – übertragbar von feinen Bauteilen bis zu großen Mechanismen.
Beste Haptik, bevor Hardware entsteht
Ausgangslage
Bedienelement-Projekte, die die beste Haptik im verfügbaren Lösungsraum finden wollen – ohne dutzendfache Musterschleifen.
Hindernis
Klassische Optimierung variiert reale Muster (häufig eher zufällig) und lässt unbekannte Lücken im Lösungsraum.
Lösung
Methodik des intuitiven Haptikdesigns – Ergebnis und Schlüsselelement der Dissertation des Gründers – kombiniert mit Haptik-Simulation: Hardware-Repräsentation bildet Drehsteller und Taster synthetisch und real erlebbar nach. Parameter sind simultan anpassbar, Fehlerbilder darstellbar, Maßnahmen sofort erfahrbar.
Ergebnis
Ein Drehsteller im Premiumsegment in nur zwei Iterationen final ausgelegt (Design und energetische Optimierung). Ein Tastenschalter für hohe Stückzahlen in drei Schritten ausgelegt und seither nahezu unverändert auf viele Varianten übertragen.

Weitere Einordnung im persönlichen Gespräch – im Rahmen bestehender Vertraulichkeitspflichten.

Haptic Profiler

Wo steht Ihre Haptik-Kompetenz?

Ein interaktives Self-Assessment, das Sie durch die zentralen Kompetenzfelder führt und einordnet, wo Sie stehen. Das Ergebnis erhalten ausschließlich Sie – als PDF-Urkunde, ohne Server-Speicherung.

  • Spezifikation
  • Lieferantensteuerung
  • aktive & vibrotaktile Haptik
  • Prozess & Serienreife
  • Team & Wissen
haptic profiler starten
Finger berührt eine Oberfläche – Detailaufnahme im Duotone-Stil.
Porträt Dr.-Ing. Jörg Reisinger

Über uns

Wissenschaftliche Grundlage, industrielle Umsetzung.

Hinter reisinger engineering steht Dr.-Ing. Jörg Reisinger, unabhängiger Haptik-Experte: über 22 Jahre in Forschung, Entwicklung und Spezifikation haptischer Bedienelemente und Displays – davon fast 18 Jahre in Haptik-Verantwortung bei Mercedes-Benz (2008–2025).

  • Dipl.-Ing. und Promotion (magna cum laude). Mechatronik und Mikrosystemtechnik mit Diplomarbeit zur Ansteuerung piezoelektrischer Aktoren (Hochschule Heilbronn); Promotion am Lehrstuhl für Ergonomie der TU München zur Parametrisierung der Haptik von handbetätigten Stellteilen – in Forschungskooperation mit einem deutschen Premium-OEM.
  • Serienerfahrung. Ab 2008 Vorentwicklung von Bedientechnologien, ab 2013 Haptik als Querschnittsfunktion – von der Spezifikation bis zur Serienbegleitung, passiv wie aktiv (siehe Erfahrung).
  • Erfinder bzw. Miterfinder in über 50 Patentanmeldungen (über 45 Patentfamilien; überwiegend angemeldet durch den damaligen Arbeitgeber, auch EP, US, CN), u. a. zu Ultraschall-Reibungsmodulation, Ansteuerung haptischer Rückmeldung, Kraftmessung an Touch-Sensorfeldern, dynamischer Qualitätsprüfung und aktiven Drehstellern. Autor bzw. Koautor wissenschaftlicher Veröffentlichungen – siehe unten.
  • Technologieanbieter und Start-ups. Ab 2014 auf OEM-Seite Start-ups eingebunden – von der Kooperation bis zur Vor- und Serienentwicklung. Daher ist bekannt, was ein OEM prüft, bevor er sich bindet.
  • Prüfstand & Simulation. Prüfstand für verschiedene objektive Messungen – für eine wirksame, wahrnehmungsorientierte Spezifikation. Dazu eine physikalische, programmierbare Haptik-Simulation: Haptisches Feedback ist sofort erlebbar und frei veränderbar – das beschleunigt das Haptik-Design massiv.
  • Sichtbar in Wissenschaft und Industrie. Wissenschaft: Organisation des Workshops „Haptic Design – From Mechanical Illusion to Phygital Reality“ ↗ auf der EuroHaptics Conference 2026 (Workshop-Seite ↗); außerdem Dozent der EuroHaptics Summer School ↗. Industrie: Organisation und Leitung (Chair) des Haptik-Tracks bei DVN – Driving Vision News, Fachmedium und Veranstalter der Automobilindustrie. Auftakt war der erste Haptik-Track bei DVN Interior Detroit 2026 (Interview ↗ · Rückblick ↗). Dazu ein OEM-übergreifendes Haptik-Netzwerk.

Veröffentlichungen

Frühe Arbeiten 2005–2008 · 5 Beiträge als Erstautor

Mercedes-Benz wird ausschließlich biografisch genannt; es handelt sich nicht um eine Kundenreferenz.

Definition

IDM (Interaktionsbasierte Dynamische Messung) ist ein von Dr.-Ing. Jörg Reisinger maßgeblich mitentwickeltes Messverfahren, das das Schwingungsverhalten eines Bedienelements im realen Arbeitspunkt menschlicher Interaktion mit normierter Fingerimpedanz erfasst – und damit eine wahrnehmungsnahe, objektive Bewertung ermöglicht.

Ursprung: an der TU München fachlich mitbetreute Promotion (2011–2014) und DFG-Transferprojekt im SFB 453. Belege: EuroHaptics 2014 · Engineering Haptic Devices (Springer, 2023) ↗

IDM-Web-Tool – Kennlinien laden & bewerten ↗ (Zugang auf Anfrage)

Systembetrachtung

Haptik ist ein Systemthema. Die fühlbare Qualität am Finger ist das Ende einer Kette – von UI und Design über Framework, Architektur und Protokoll bis zum Aktor. Diese Kette entscheidet über Laufzeiten (Latenz), Usability und reaktive haptische Qualität – also wie unmittelbar und genau das Feedback der Eingabe folgt –, über die Vielfalt der Effekte und die Abstimmung mit der gesamten UX aus Bild und Ton. Neben der Interaktion werden Content und Unterhaltung auch haptisch immer relevanter.

Hintergrund: In der Serienentwicklung auf OEM-Seite vor Gründung der GmbH hat der Gründer diese Kette als Gesamtsystem verantwortet oder maßgeblich mitgestaltet – einschließlich der typischen Zielkonflikte zwischen Latenz, Effektvielfalt und Usability.

Standardlage

Etablierte, herstellerübergreifend verbindliche Standards für wahrnehmungsbasierte Haptikqualität sind bislang selten. Wo Spezifikationen existieren, bilden sie häufig eher die Fertigungssicht der Lieferkette ab als die vom Kunden erlebbare Qualität. Genau diese Lücke schließt eine wahrnehmungsbasierte Spezifikation.

Haptic Thinking – Fachbeiträge & Newsletter ↗

Häufige Fragen

Haptik, kurz und präzise beantwortet.

Für wen arbeitet reisinger engineering?

Für OEMs, Zulieferer aller Tiers und Technologieanbieter – als unabhängige Beratung oder mit aktiver Mitwirkung im Projekt: von der Spezifikation über die Auswahl von Technologie und Design bis zur Absicherung und Serieneinführung, für passive wie aktive Haptik. reisinger engineering liefert keine eigenen Produkte aus, sondern hilft, sie zu entwickeln.

Wie spezifiziert man statische Kennlinien wirksam?

Wirksame statische Kennlinien beschreiben den Kraft-Weg-Verlauf genau an den Merkmalen, die der Mensch tatsächlich fühlt – etwa Kraftsprung, Schaltweg und Rückstellung. Präzise spezifiziert und mit wahrnehmungsbasierten, wirksamen Toleranzen versehen, werden sie zur durchsetzbaren Anforderung. Unscharfe Kennlinien und pauschale Toleranzen erzeugen dagegen Kosten und Druck an den falschen Stellen, ohne fühlbare Qualität zu sichern. Dynamisch werden sie ergänzend mit IDM abgesichert.

Was ist reibungsbasierte Haptik auf Ultraschallbasis?

Bei reibungsbasierter Haptik wird eine Oberfläche mit Ultraschall in Schwingung versetzt. Dadurch ändert sich die wahrgenommene Reibung unter dem gleitenden Finger: Texturen oder Rastungen werden fühlbar, ohne dass sich die Oberfläche sichtbar bewegt. Für die Serie entscheiden neben der Haptik auch die technische Compliance (Ultraschall-Akustik) und eine geeignete Messtechnik.

Wie viele Aktoren braucht ein haptisches Display?

Oft weniger als angenommen – entscheidend ist die physikalisch richtige Auslegung. Mit physikalisch fundierter Auslegung – etwa mit nahezu unbewegter Oberfläche statt eines lateralen Shakers – lassen sich auch große, gekrümmte Displays mit sehr wenigen Aktoren hochwertig haptisch ausstatten.

Was ist Haptik-Spezifikation?

Haptik-Spezifikation ist der technische Prozess, messbare Parameter zu definieren, die beschreiben, wie sich ein Bedienelement anfühlt – Betätigungskraft, Oberflächentextur, Feedback-Timing, wahrgenommener Widerstand. Sie ermöglicht es, Anforderungen objektiv an Lieferanten zu kommunizieren, die Serie zu verifizieren und Qualitätsdiskussionen mit Daten statt mit Bauchgefühl zu führen.

Was ist IDM (Interaktionsbasierte Dynamische Messung)?

IDM ist ein von Dr.-Ing. Jörg Reisinger maßgeblich mitentwickeltes Messverfahren, das das Schwingungsverhalten eines Bedienelements im realen Arbeitspunkt menschlicher Interaktion mit normierter Fingerimpedanz erfasst – und damit eine wahrnehmungsnahe, objektive Bewertung ermöglicht. Publiziert auf der EuroHaptics 2014 und vertieft in „Engineering Haptic Devices“ (Springer, 2023).

Welche haptischen Technologien gibt es?

Passive (mechanische) Bedienelemente erzeugen ihr Qualitätsgefühl über Konstruktion und Kennlinie. Aktive Haptik nutzt Aktoren: vibrotaktil (elektromagnetisch, piezoelektrisch), reibungsbasiert (Ultraschall) und elektrostatisch/kapazitiv. Jede Technologie hat spezifische Vor- und Nachteile bei Latenz, Kraft, Bauraum, Kosten und Integration – die Auswahl folgt aus der gewünschten Wahrnehmung und der Systemarchitektur von der UI bis zum Aktor.

Warum ist aktive Haptik ein Systemthema?

Weil die fühlbare Qualität am Ende einer Kette entsteht – von UI und Design über Framework, Architektur und Protokoll bis zum Aktor. Diese Kette bestimmt die Latenz und deren Schwankung, wie genau das Feedback der Eingabe folgt, welche Effekte darstellbar sind und ob Haptik, Bild und Ton zusammenpassen. Wer nur den Aktor optimiert, verschenkt Qualität; typische Fehler entstehen an den Schnittstellen zwischen OEM, Zulieferer, Chip- und Aktoranbieter. Deshalb gehören Latenzbudget, Effektbibliothek und die Abstimmung mit der UX früh ins Lastenheft.

Was ist Psychophysik in Bezug auf Haptik?

Psychophysik beschreibt den Zusammenhang zwischen einem physikalischen Reiz und seiner Wahrnehmung. In der Haptik verbindet sie technische Größen – Kraft, Weg, Beschleunigung, Frequenz – mit dem, was ein Mensch tatsächlich fühlt, etwa Wahrnehmungsschwellen und dem eben merklichen Unterschied (JND). So lassen sich Spezifikationen auf die fühlbaren Parameter fokussieren und Toleranzen dort vergeben, wo Unterschiede ohnehin nicht wahrnehmbar sind.

Was ist der Unterschied zwischen passiver und aktiver Haptik?

Passive Haptik bezeichnet die taktile Qualität rein mechanischer Bedienelemente – Schalter, Drehsteller, Tasten –, die durch ihre Konstruktion ein Qualitätsgefühl erzeugen. Aktive Haptik nutzt Aktoren (piezoelektrisch, elektromagnetisch, elektrostatisch) für On-Demand-Feedback, etwa bei Touch-Displays ohne mechanischen Hub. Beide erfordern unterschiedliche Spezifikations- und Bewertungsmethoden.

Wie macht man haptische Qualität serientauglich?

In drei Schritten: erstens eine belastbare, wahrnehmungsbasierte Spezifikation mit messbaren Zielwerten und Toleranzen; zweitens reproduzierbare Messtechnik zur Qualitätssicherung; drittens klare Abnahmekriterien für Lieferantengespräche. Ohne diese Systematik bleibt Haptikqualität an Einzelpersonen gebunden – weder übertragbar noch skalierbar.

Kontakt

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail genügt. Den Rest klären wir gemeinsam – vertraulich, auf Wunsch unter NDA.

E-Mail

Telefon

Anschrift

reisinger engineering GmbH
Marienstraße 4, 74369 Löchgau
Baden-Württemberg, Germany

QR-Code mit den Kontaktdaten von reisinger engineering als vCard.

QR scannen, um die Geschäfts-Kontaktdaten direkt zu speichern.

Direkt Kontakt aufnehmen

Schildern Sie Ihre Ausgangslage in einer kurzen E-Mail oder rufen Sie an. Wir bewerten ehrlich, ob und wie wir helfen können – Sie erhalten in jedem Fall eine persönliche Rückmeldung.

Öffnet Ihr E-Mail-Programm. Vertraulich; ein Standard-NDA stellen wir auf Wunsch bereit. Es werden keine Tracking- oder Marketing-Cookies gesetzt.